Odyssey (2026)

Oops, she did it again! Unser auf diesem Blog notorisches Sorgenkind, der Regiesseur (Hollywood) namens Christopher Nolan, hat einen Spielfilm veröffentlicht. Eine pluralistische Gesellschaft muss das eben aushalten! Leider sind wir kein zeitgemäßer Email-Newsletter, denn dann hätten wir an dieser bzw. eben an einer anderen Stelle rechtzeitig abraten können und jetzt hat die gesamte Menschheit ebendiesen Spielfilm bereits gesehen und ihre Meinung dazu gesagt. Good for her!

Es ist aber auch ein bisschen wurscht, denn die gesamte Menschheit hatte Meinungen zu diesem Spielfilm auch bereits vor dem Erscheinen (Box Office) von Odyssey (2026), deutscher Verleihtitel: Christopher Nolan’s Odyssee – jetzt wirds odüssig!

Die erste dieser Meinungen betrifft irgendwas mit 70mm und IMAX und ist so langweilig wie die Monologe der Dudes, die in den Naughties ihre Kompilations auf goldene CD-Rohlinge gebrannt haben, weil ihre Stereoanlage Kupferdrähte hatte oder irgendwie so, wir konnten bereits damals nicht zuhören und werden dies auch niemals tun. 

Die nächste Meinung betrifft die drei Minuten vor Drehbeginn vom Onkel Hubert aus dem 3D-Drucker ausgedruckten Kostüme (Rüstungen) von Odysseus, Eurylochos, Achaemenides und wie sie nicht alle heißen. Schöne Rüstungen (Kostüme) können in einem Spielfilm des Regisseurs Christopher Nolan leider aus technischen Gründen nicht verwendet werden, weil Fun leider gerade ausverkauft ist, denn wir leben in ernsthaften Unfun-Zeiten, get over it. So würde jede normale Person argumentieren, aber weil leider die aufgeklärten Leser der Magazine Zeit, Spiegel, Substack und Co stets nach komplett ausgedachten Angstlustgruselgeschichten verlangen von einer Manosphere, die looksmaxxt und bonesmasht (wodurch diese Phänomene erst in dieser Breite und Wirkmächtigkeit entstehen, aber das nur nebenbei), können die Leser von Zeit, Spiegel und Substack sich jetzt dem beruhigenden Gefühl hingeben, dass die Manosphere dank Odysee – jetzt wird’s odüssig sich mit mykenischem Rüstungstechnikwissengooning aka mit verhältnismäßig harmlosen ~Diskursen~ beschäftigt und diese kleine Freude gönnen wir doch sämtlichen Beteiligten.

Die dritte und letzte Meinung betrifft das exzellente Casting des Spielfilms (Streifen). Die Titelrolle hat Matt Damon erhalten, der bereits in My Own Private Idaho einen jungen Mann auf einer langen Reise zurück in seine Heimat spielte. Kann ich mir von diesem Insel-Wissen über das New Queer Cinema des letzten Jahrtausends einen Eislutschker kaufen? Nein! Haben diese prähistorischen Bezüge jemals irgendwen außer mir interessiert? Ebenfalls nein! Bereue ich es, mir diese drögen Van-Sant-Schinken damals pflichtschuldig sämtlich und in voller Länge reingezogen zu haben? Ja!

Weiters hervorzuheben ist Zendaya, die Robert Pattison oder Timothy Chalamet spielt, so genau weiß ich das nicht, aber die Hauptsache ist doch, dass sie dabei ist, das freut doch immer alle! Aja, und jetzt fällt es mir wieder ein: Es ist witzig, das Zendaya Athene spielt, denn Zendaya ist sehr klein (1,45m) und die von ihr dargestellte Athene ist sehr groß (mehrere Meter) – das ist und bleibt einfach einer der besten Visual Gags aller Zeiten, wenn etwas oder eine Person in einem Film die falsche Größe hat, z. B. stellt euch vor, jemand hat in einem Film eine Kaffeetasse in der Hand, aber sie ist 10 Liter groß. Köstlich! Es ist einfach funny, danke Christopher Nolan (Regisseur). Anne Hathaway ist übrigens auch dabei, damit niemaus mehr sagen kann, dass Christopher Nolan sich nicht für Foids intrisiert. Jetzt hat er’s uns aber gegeben!

Das Schwein Achill wird dargestellt von Leo „Leonardo“ „damit klappt’s jetzt aber auch wirklich fix mit dem Oscar“ DiCaprio. Das ist lustig, denn Patroklos ist auch deutlich jünger als Achill und so muss sich „Leo“ beruflich nicht umstellen von seinem Privatleben und wenn es auf diesem Planeten nur eines gibt, was annähernd so brainrotting ist wie sich vor Incels zu gruseln, dann Age-Gap-Discourse.

Naja auf alle Fälle Christopher Nolan hat nix Wronges gemaket bei Die Odysee – jetzt wird’s odüssig. Ein Dude in einer Society, die progressed hat past the need for dudes, fährt heim, nur eben es passiert dabei allerhand (Handtaschentheorie) und am Ende ist alles irgendwie ganz schlimm (Spoiler) – what’s not to like und warum raten die Schmalspur-Filmanalytiker von Wir-Raten-Ab.de bloß davon ab, fragen sich an dieser Stelle alle. Nun, es gibt exakt diesen Film bereits, nur besser und zwar heißt er The Swimmer (1968) und hat die von amerikanischen Hirnwissenschaftern mittels bildgebender Verfahren ermittelte physiologische Ideallänge von Spielfilmen (95 Minuten). Und (und ich werde nicht müde, das zu betonen!) wir können darin 95 Minuten lang Burt Lancaster mit nur einem Hauch von Badehose bekleidet begutachten, und das moggt Odussy dann halt leider doch, sorri Matt Damon!

Deshalb müssen wir in Bezug auf Christopher Nolan’s Die Odyssee by Christopher Nolan (Dir: Christopher C. Nolan) leider sagen: Wir raten ab!